Lesung “Gut gegen Nordwind”

Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen

Petra Frank liest aus dem Roman von

Daniel Glattauer “Gut gegen Nordwind”

Einladung zur Wohnzimmerlesung

am Mittwoch, dem 23. April um 20 Uhr
Eintritt 10 Euro

Über das Buch:
Einerseits war es höchste Zeit und andererseits ist es erstaunlich, dass trotz ihres rasanten Vormarsches in unserem Alltagsleben die E-Mail-Kommunikation in der Literatur bisher eine so geringe Bedeutung hat. Aber seit 2006 ist es soweit, endlich kümmert sich einer um die speziellen Tiefen und Untiefen des Schreibens am Bildschirm. Danke, Herr Glattauer. Das Buch macht ebenso süchtig wie sein Sujet: das Schreiben langer nächtlicher E-Mails.
Daniel Glattauer schildert in seinem jüngsten Roman “Gut gegen Nordwind”, wie eine falsch abgeschriebene Mail-Adresse den Auftakt bildet für eine Bildschirm-Beziehung, die allmählich außer Kontrolle gerät.
Leo ist Sprachpsychologe und forscht an der Universität. Ausgerechnet über den Transport von Emotionen via E-Mail. Emmi ist glücklich verheiratet und Ersatzmama für die beiden Kinder ihres Mannes aus erster Ehe. Ansonsten eine Powerfrau, beliebt, erfolgreich und beneidet. Leo nimmt es immer wieder in Angriff, die Beziehung zu seiner Ex-Freundin allmählich endgültig zu beenden. Emmi möchte an der Seite ihres Mannes alt werden.
Das alles schürt mit der Zeit unterschiedliche Erwartungen – die besten Voraussetzungen für Schwierigkeiten.( Sabine Dengscherz)
Und wir fügen hinzu: die besten Voraussetzungen für eine anregende Lesung!

Und der Autor:
Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, seit 1985 als Journalist und Autor tätig, seit 1989 für die Tageszeitung “Der Standard” (Gerichtsreportagen, Feuilletons, Kolumnen). Bisherige Buchveröffentlichungen: “Theo und der Rest der Welt” (1997), “Bekennen Sie sich schuldig/Geschichten aus dem Grauen Haus” (1998) und “Der Weihnachtshund” (2000).

Anmeldung und Information

Literaturagentur
Annette König
Heilwigstraße 37
20249 Hamburg
T./. F. 040 – 241 80 737
lesungen@koenigpr.de

So ähnlich – so anders

Melchior FrankAktuell zu “Die Schublade” der Kurzfilm „So ähnlich-so anders“, ein schlichter, poetischer Minifilm

Hier ansehen!

Zu sehen im MuT Theater am

13. April 2008
19. April 2008
20. April 2008

Die Schublade Über Die Schublade:
Was passiert, wenn ein Kind anders ist, in keine vorgefertigte Schublade passt, keinen Fußball mag,
zu sensibel oder zu wenig leistungsstark ist? Hat unsere Gesellschaft genug Respekt für die Identität aller Kinder? In der europäischen Stadt Hamburg wird für das Wohl und die Zukunftsperspektiven der Kinder sehr viel getan. Diese Kinder sind Söhne und Töchter der technischen und kulturellen Entwicklung, der Globalisierung. Sie entwickeln neue Identitäten und sprechen mehrere Sprachen. Doch wir sind oft nicht in der Lage, ihnen zuzuhören. Um sie herum bewegt sich die Gesellschaftsmaschine, manchmal allzu schnell und unheilvoll. Durch das Spiel und Komplizenschaft eines gemeinsamen Raumes, „rebellieren“ die Kinder gegenüber den Erwachsenen und der Gesellschaft, die sie in Schemen einordnen möchte und führen eine Art Verteidigung aus, um den Erwachsenen zu zeigen, wie sie die Welt wahrnehmen. Im Laufe der Handlung fangen alle langsam an, miteinander zu kommunizieren, auch wenn in unterschiedlicher Art und Weise. Durch die Emotionen, das Spiel, die Ironie, die Körpersprache, die Berichte, werden Emotionen wie Angst, Wut, Einsamkeit, Frust, Freude, Spaß und Vernachlässigung anhand von verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen dargestellt. Der Reichtum des “anders sein” gilt als Brücke zwischen den inneren und äußeren Gegensätzen.

Herzlichen dank an die Kinder:
Alessandro, Giorgia und Riccardo Campione, Sofia Ferriani, Melchior Frank, Laura Gerloff, Felix Koehn, Therese Mayer, Paula und Vito Richter, Vladimir Steer, Dmitri Vassiliev, an ihre Eltern,
Tina Rempath von der Tanzfabrik und an Christian Lamberti